Pelletanlage: Wärme aus Holz – was dahintersteckt
Wie viel kostet Heizen mit Holzpellets im Vergleich zu Öl und Gas? Wächst der deutsche Wald genug nach? Was bringt das dem Klima, und wo liegen die Grenzen? Diese Seite sammelt Zahlen, Statistiken und Hintergründe – mit Quelle und Stand.
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Was ist eine Pelletanlage?
Eine Pelletanlage, im Alltag meist Pelletheizung genannt, besteht aus einem Pelletlager, einer automatischen Förderung, dem Pelletkessel und in der Regel einem Pufferspeicher. Holzpellets sind kleine, gepresste Stäbchen aus Säge- und Hobelspänen. Sie werden in Kesseln oder Öfen verbrannt, die automatisch beschickt werden. Für viele Hausbesitzer ist das eine Alternative zu Heizöl und Erdgas – vor allem im Altbau, wo eine Wärmepumpe nicht immer die erste Wahl ist. Ob sie die richtige Lösung ist, hängt von Haus, Platz, Budget und Einstellung ab. Diese Seite will dabei helfen, die Fakten zu sortieren.
Themen auf dieser Seite
Preise & Kosten: Pellets, Öl und Gas im Vergleich, mit Rechenbeispiel Wald & Holz: Wie viel wächst nach, wie viel wird genutzt? Klima & Umwelt: CO₂, Feinstaub und die Debatte um Holzenergie Energiewende & Versorgungssicherheit: Wärme aus der Region Förderung: Zuschüsse für neue Heizungen und worauf man achten sollte Technik: Kessel, Lager, Pufferspeicher, Pelletqualität Fragen & Antworten: Lager, Strom, Asche, Wärmepumpe Glossar: Begriffe von BEG bis Zuwachs Quellen: Woher die Zahlen stammenDie wichtigsten Punkte in Kürze
- Preis: Nach den Zahlen des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) kostete Wärme aus Pellets im September 2026 im Schnitt etwa 9,1 Cent je Kilowattstunde. Das liegt laut DEPI rund 48 % unter Heizöl und rund 20 % unter Erdgas. Pellets sind aber kein Festpreisprodukt: Zwischen Juli und September 2026 stieg der Durchschnittspreis um etwa 17 %.
- Wald: Der deutsche Wald wächst jährlich um rund 101,5 Millionen Kubikmeter, genutzt wurden zuletzt im Schnitt etwa 72,6 Millionen. Trotzdem hat der Wald in den letzten Jahren Kohlenstoff verloren – wegen Dürre, Stürmen und Borkenkäfern. Die Lage ist also komplizierter als „es wächst mehr nach, als wir nutzen".
- Klima: Beim Verbrennen von Holz wird CO₂ frei, das der Baum zuvor gebunden hat. Entscheidend ist, woher das Holz kommt und wie es sonst genutzt worden wäre. Pellets bestehen überwiegend aus Nebenprodukten der Holzverarbeitung. Kritiker warnen dennoch vor zu viel energetischer Holznutzung.
- Versorgung: Pellets werden zum größten Teil in der Region verbraucht, in der sie hergestellt werden. Das macht Wärme weniger abhängig von internationalen Märkten – ganz ausgenommen sind Pellets von Preisschwankungen aber nicht.
Wichtig: Diese Seite ersetzt keine Energieberatung. Für Förderanträge, Kesselauslegung und rechtliche Fragen sind die Stellen in den jeweiligen Kapiteln maßgeblich.